04.01.2023

Starke Statements unserer Gesprächspartner 2022

Im Jahr 2022 haben wir insgesamt 49 meinungsstarke Gesprächspartner vor unsere Immobiléros-Mikrofone geladen. Dabei kannte die Themenpalette kein Limit: Die aktuelle Krise, Digitalisierung, ESG, Holzbau, Modulbauweise, Logistik, Wohnungsbau, die deutsche Regulierungswut und vieles mehr kamen zur Sprache.

Wir haben ein paar besonders interessante Aussagen inklusive der entsprechenden Podcasts zum schnellen Reinhören hier gesammelt.

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Spannende Statements aus dem zurückliegenden Immobiléros-Jahr

Leider ist es so, dass Holzbau zurzeit noch zwölf Prozent teurer ist. Dementsprechend könnte man meinen, dass Holz gar nicht geeignet ist für bezahlbaren Wohnraum. Doch durch die Vorfertigung großer Module im Holzbau können Sie tatsächlich Baukosten senken – und zwar nennenswert!

 Fabian von Köppen über Modulbauweise und Holzbau

 


Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft. Ein System, das sich über viele Jahrzehnte bewährt hat. Nach meinem Verständnis ist Enteignung nichts, was in diesem System und unserer Gesellschaft eine Rolle spielen sollte.

Martin Moll über die Regulierungswut in Deutschland

 


Wir haben in Berlin seit vielen Jahren einfach viel zu wenig Neubau für das Bevölkerungswachstum und die damit verbundene steigende Nachfrage. Infolgedessen haben wir eine Situation, die zu erheblichen Preissteigerungen am Markt geführt hat und zu einer künstlichen Verknappung, die letztlich die Marktmacht der Mieter beseitigt hat – denn welcher Mieter hat in Berlin heute noch ein Standing?

Kai-Uwe Tank über Wohnungsneubau in Berlin

 


Faktisch wurde unsere Dienstleistung in Teilen verboten. Robert Habeck würde sagen, wir haben aufgehört, zu produzieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass für einen Beherbergungsbetrieb wie unseren jemals etwas Schlimmeres passieren kann, als ein Verbot unserer Dienstleistungen. Aber wir glauben, dass wir die schlimmste Krise, die die Serviced-Apartments-Industrie durchmachen kann, eigentlich überstanden haben.

Hannibal DuMont Schütte über sein Steckenpferd Serviced Apartments

 


Bei den Bunkern gibt es eine Vielzahl von wirklich guten Referenzobjekten. In Düsseldorf Bilk etwa entstanden aus einem Bunker fünf zweigeschossige Wohnkuben. Unser Problem ist jetzt, dass wir aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar die Entwidmung von Bunkern – 600 sind in Deutschland noch nicht entwidmet – natürlich erstmal gestoppt haben.

Paul Fietz über Umnutzungen von Bunkeranlagen

 


Wenn wir uns jetzt speziell die Logistikbranche anschauen, dann kann man sagen, dass der E-Commerce-Sektor nach wie vor der große Treiber ist. Das sind natürlich Riesen wie Amazon, das sind aber auch Unternehmen wie Levi’s, die für sich selbst die Logistikkette neu denken, neu erfinden müssen.

Julian von Hodenberg über Logistik

 


Ich glaube schon, dass es sich bei der aktuellen Situation um eine Krise handelt. Was mich dabei ziemlich beunruhigt, ist die Geschwindigkeit. Wenn man sich nur einmal die Zinssituation anschaut: Im Dezember 2021 haben wir mit einem Zins von 0,60/0,70 abgeschlossen. Jetzt sind wir bei knapp über drei!

Dominik Barton über die aktuelle Marktlage

 


Es ist langfristig wichtig, irgendwie eine Work-Life-Integration hinzubekommen. Wir sind im War for Talents und ich glaube, dass man rund um das Büro einfach eine Wohlfühl- und Austausch-Atmosphäre schaffen muss, um an die guten Talente ranzukommen.

Oliver Steinki zum War for Talents

 


Es gab in meiner Laufbahn noch keine Krise, in der Geschäfte einfach so geschlossen wurden. Ich glaube, das Schließen der Geschäfte ist das Schlimmste, was im stationären Einzelhandel passieren kann. Insofern betrachte ich diese Krise als eine der größten, die ich aus meiner Perspektive erlebt habe.

Joanna Fisher über die Retail-Krise

 


Unternehmen, die sich nicht mit der ESG-Konformität und erneuerbaren Energien auseinandersetzen und beides in ihren Projekten berücksichtigen, werden keine Zukunft haben.

Eva Weiß über ESG