Andreas Ibel, Andreas Mattner und Axel Gedaschko: Wie weiter, Immobiliendeutschland? | 13.12.2021

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Der letzte Podcast des laufenden Jahres 2021 ist eine Elefantenrunde der Präsidenten jener Verbände, deren Mitglieder das Gros der Immobilien in Deutschland entwickeln und bauen:

  • Andreas Ibel, Präsident des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen: der Bauträgerverband
  • Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V.:  der Dachverband der gesamten Immobilienwirtschaft
  • Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen: der Verband der Wohnungsgenossenschaften und kommunalen Wohnungsunternehmen.

Die drei Hamburger schwanken in ihrer Bestandsaufnahme der Immobilienwirtschaft zwischen Hoffnung – Wer, wenn nicht Olaf Scholz, der Erfinder des Wohnbündnisses, soll es denn schaffen, das Ruder herumzureißen? – und unverhohlener Skepsis angesichts der Dimensionen der Aufgaben, die vor uns liegen. Denn Wohnen kann und wird nicht billiger werden – und wir werden auf enorme soziale Schwierigkeiten hinsteuern. Spannender könnte ein Podcast kaum sein…

Podcast mit Andreas Mattner, Andreas Ibel und Axel Gedaschko von den wichtigsten deutschen Immobilienverbänden

Was die Branche offiziell sagt, was sie eigentlich denkt - und was sie um nichts in der Welt sagen wird

Unsere aktuelle Ausgabe ist der Podcast der Zwischentöne, die vor allem nach den optimistischen Bekundungen unserer Gesprächspartner zu vernehmen sind.

Darum lohnt es sich, vor allem da genauer hinzuhören, wo es um

  • den Realitätsgehalt des Baus von 400.000 Wohnungen im Jahr, 
  • das Konfliktpotenzial der Kosten von CO2-Einsparungen und
  • die Dimension des Personalmangels in der Branche

schon jetzt und in den nächsten Jahren geht.

Außerdem geht es noch um Bentleys, Flugzeuge und Schwarze Schafe in der Branche, um Propaganda im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den Medien sowie darum, ob es denn eine asoziale Wohnungswirtschaft gibt, wenn einige Unternehmen sagen, sie sind die soziale Wohnungswirtschaft.

Erkenntnisreiche Unterhaltung!

Andreas Ibel  und der BFW

Andreas Ibel vom BFWAndreas Ibel studierte in Hamburg und Freiburg Politik und Rechtswissenschaften. Als frischgebackener Rechtsanwalt war er Anfang der 1990er Jahre am Aufbau des Bürofachmarktunternehmens Staples in Deutschland beteiligt, verantwortete von 1994 bis 1998 das europäische Immobiliengeschäft von Toys R Us und wechselte 1998 zur RSE Grundbesitz und Beteiligungs AG. Der Immobilienbranche blieb er auch fortan treu: Als Vorstand beim Bau-Verein zu Hamburg und als Vorstandsvorsitzender der TAG Immobilien AG. Heute ist Andreas Ibel Inhaber und Geschäftsführer der AIREA GmbH, einer Immobiliengesellschaft mit Fokus auf den Hamburger Immobilienmarkt. Im Mai 2007 übernahm Andreas Ibel den Vorsitz des Landesverbandes Nord des BFW und wurde im Mai 2014 zum Präsidenten des BFW Bundesverbandes gewählt.

Dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Interessenvertreter der mittelständischen Immobilienwirtschaft gehören derzeit rund 1.600 Mitgliedsunternehmen an. Als Spitzenverband wird der BFW von Landesparlamenten und dem Bundestag bei branchenrelevanten Gesetzgebungsverfahren angehört. Die Mitgliedsunternehmen stehen für 50 Prozent des Wohnungs- und 30 Prozent des Gewerbeneubaus. Sie prägen damit entscheidend die derzeitigen und die zukünftigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland. Mit einem Wohnungsbestand von 3,1 Millionen Wohnungen verwalten sie einen Anteil von mehr als 14 Prozent des gesamten vermieteten Wohnungsbestandes in der Bundesrepublik. Zudem verwalten die Mitgliedsunternehmen Gewerberäume von rund 38 Millionen Quadratmetern Nutzfläche.

Andreas Mattner und der ZIA

Andreas Mattner vom ZIAAndreas Mattner wurde 1960 in Gelsenkirchen geboren und studierte nach dem Abitur Jura und Politische Wissenschaften an der Universität Münster. Nach dem Ablegen des ersten juristischen Staatsexamens promovierte er und ließ 1989 das zweite juristische Staatsexamen folgen. Im gleichen Jahr wurde Andreas Mattner zum persönlichen Referenten des CDU-Politikers Jürgen Echternach, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Andreas Mattner behielt die eingeschlagene politische Richtung bei. Etwa als Vorsitzender der CDU-Fraktion der Deputation der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung, als Fachsprecher der CDU-Fraktion für das Bauwesen und als Mitglied des Bundesvorstandes sowie des Bundespräsidiums des CDU-Wirtschaftsrates. 2009 wurde Andreas Mattner, der seit 1993 zudem Mitglied der ECE-Projektmanagement-Geschäftsführung ist, Präsident des ZIA.

Der ZIA Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. ist der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Er spricht durch seine Mitglieder, darunter 28 Verbände, für rund 37.000 Unternehmen der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der ZIA gibt der Immobilienwirtschaft in ihrer ganzen Vielfalt eine umfassende und einheitliche Interessenvertretung. Als Unternehmer- und Verbändeverband verleiht er der gesamten Immobilienwirtschaft eine Stimme auf nationaler und europäischer Ebene – und im Bundesverband der deutschen Industrie (BDI).

Axel Gedaschko und der GdW

Axel Gedaschko vom GdWIm Jahr 1959 geboren, studierte Axel Gedaschko Rechtswissenschaft an den Universitäten Hamburg und Göttingen. Nach seinem Studium (er legte das erste und zweite juristische Staatsexamen ab) war er bis 2000 als juristischer Dezernent im Dienst des Landes Niedersachsen tätig. Ab 2000 stieg der CDU-Politiker vom Ersten Kreisrat des Landkreises Harburg über den Landrat des Landkreises bis zum Staatsrat in der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt auf, bevor er 2007 zum Senator und Präses der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt berufen wurde und im Folgejahr das Ressort Wirtschaft und Arbeit übernahm. Ende 2010 schied Axel Gedaschko auf eigenen Wunsch aus diesem Amt aus und ist seit dem 1. Februar 2011 als Präsident des GdW tätig. Hier gibt es Axel Gedaschko im Solo-Podcast.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rund sechs Millionen Wohnungen, in denen über 13 Millionen Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.


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