Starkregenmanager Dirk Arenz: „Neubauten sollten alle mit Grünflächen errichtet werden“ | 13.09.2021

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Stürme, Starkregen, Hochwasser, Schnee, Hagel und Hitzewellen: Wetterextreme führen in Deutschland vermehrt zu immensen Schäden. Die Hochwasserkatastrophe im Sommer 2021 hat diese bedenkliche Tendenz schmerzhaft bestätigt. Das macht Klimaanpassungsstrategien und geeignete Präventivmaßnahmen für Städte und Gemeinden in ganz Europa immer wichtiger.

Starkregenmanager wie Dirk Arenz von Drees & Sommer SE entwickeln darum Lösungskonzepte für die Stadtentwicklung. So ist Dirk Arenz etwa dafür, dass alle Neubauten mit Gründächern ausgestattet werden. Womit sich ein Starkregenmanager sonst beschäftigt und welche Hebel wir bei der Stadtgestaltung gegen die immer heftigeren Wetterextreme haben, das erklärt unser Gesprächspartner in unserem aktuellen Podcast.

Podcast mit Dirk Arenz, Starkregenmanager bei Drees & Sommer SE

Über Retentionsflächen, Fassadenbegrünung und Schwammstädte

Dirk Arenz von Drees & Sommer geht als Starkregenmanager einem Job nach, für den es keine Stellenausschreibung gibt. Der studierte Bauingenieur erklärt uns das Phänomen Starkregen, das in den vergangenen Wochen so dramatisch in den Fokus der Öffentlichkeit rückte.

Außerdem spricht er über all das, was Neubauprojekte haben können, um nicht vom Wasser überrascht zu werden. Außerdem geht es um Retentionsflächen, Schwammstädte und – natürlich – um Gründächer und Fassadenbegrünungen sowie die damit verbundenen Kosten. Dirk Arenz will zudem Asphalt einsparen, schlägt Kommunen Flyer vor und baut sein eigenes Haus genauso, wie es ein Starkregenmanager eben macht.

Spannende Unterhaltung!

Was machen Starkregenmanager wie Dirk Arenz?

Meteorologen rechnen aufgrund des Klimawandels mit häufiger und heftiger auftretenden Wetterextremen. Dementsprechend wichtig wird es, geeignete Anpassungsstrategien an das sich verändernde Klima und Präventivmaßnahmen in den Mittelpunkt der Stadtentwicklung zu stellen. Mit diesen Maßnahmen befassen sich auf Wetterphänomene spezialisierte Infrastruktur-Experten wie Dirk Arenz und stehen vor allem Städten und Kommunen bei der Planung beratend zur Seite. Vorrangig analysieren sie die Gefahren und Risiken großer Wassermengen im urbanen Raum und fokussieren darauf, wie in einer Stadt heute und künftig gebaut wird.

Wichtige Erkenntnisse liefern beispielsweise Fragen nach:

  • dem Zustand der Gewässer und der Kanalisationen,
  • mobilen oder festen Hochwasserschutzmaßnahmen,
  • ausreichend Retentionsbecken und Retentionsflächen, die Wassermassen auffangen, und
  • der Erreichbarkeit wichtiger Einrichtungen wie Feuerwachen und Krankenhäuser im Katastrophenfall.

Kernstück der Anpassung an die Naturgewalt Regenwasser ist die blau-grüne Infrastruktur, die Grünflächen, Wassermanagement und den strategischen Einsatz moderner Technik verknüpft. Ein Beispiel innovativer blau-grüner Infrastruktur bieten Parks, die Bewohnern bei gutem Wetter als Freizeitfläche dienen und sich bei Wolkenbrüchen in einen See oder Kanal verwandeln.

Damit die von Starkregenmanagern empfohlenen Maßnahmen nicht die Kosten in astronomische Höhen treiben, werden Schutzmaßnahmen vor Starkregenereignissen mit ohnehin geplanten Baumaßnahmen der öffentlichen Daseinsfürsorge kombiniert und auch in der Bauleitplanung verankert.

Drees & Sommer SE

Als führendes europäisches Beratungs-, Planungs- und Projektmanagementunternehmen begleitet Drees & Sommer private und öffentliche Bauherren sowie Investoren seit 50 Jahren in allen Fragen rund um Immobilien und Infrastruktur – analog und digital. Durch effiziente Beratung bietet das Unternehmen Lösungen für erfolgreiche Gebäude, renditestarke Portfolios, leistungsfähige Infrastruktur und lebenswerte Städte an. In interdisziplinären Teams unterstützen die rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an weltweit 46 Standorten Auftraggeber unterschiedlichster Branchen. Alle Leistungen erbringt das partnergeführte Unternehmen unter der Prämisse, Ökonomie und Ökologie zu vereinen.

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