02.06.2026

Anett Gregorius, Apartmentservice

„Wir können Shortstay, wir können Midstay und wir können Longstay.“ Mit diesem Satz beschreibt Anett Gregorius, Gründerin von Apartmentservice und prägende Stimme des Segments, die neue Realität der Serviced Apartments. Was nach Stärke klingt, ist in Wahrheit Ausdruck eines tiefgreifenden Umbruchs. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist von 19 Nächten im Jahr 2022 auf neun Nächte 2024 und zuletzt auf sieben Nächte im Jahr 2025 gefallen. Damit verschiebt sich nicht nur das Geschäft, sondern auch die ursprüngliche Definition des Produkts.

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Podcast mit Anett Gregorius, Gründerin von Apartmentservice und Initiatorin der SO!APART

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Über Leisure-Dominanz, neue Zielgruppen, ReVPAR & Auslastung, die gefährliche Anlehnung an Hotellerie & SO!APART

Parallel dazu rückt das Segment immer näher an die klassische Hotellerie heran. Shortstay gewinnt an Bedeutung, nicht zuletzt wegen höherer Margen, während Longstay wegen fehlender Corporates und internationaler Gäste an Gewicht verliert. Neue Zielgruppen bringen Chancen, erhöhen aber zugleich den Druck auf Produkt, Betrieb und Positionierung. Dass die Auslastung 2025 am Ende doch wieder knapp über 80 Prozent lag, ist vor allem einem starken vierten Quartal zu verdanken.

Auch auf der Angebotsseite zeigen sich Spannungen. Leipzig hat sich nach Anzahl der Apartments in die Top5 geschoben, bei gleichzeitig stagnierender Nachfrage. Für Anett ist das ein klares Warnsignal. Ihr Urteil ist eindeutig: für Investoren derzeit kein Markt für weiteres Wachstum. München und Berlin bleiben die stabilsten Standorte, Hamburg steht weiterhin ganz oben auf den Expansionslisten, Frankfurt am Main leidet weiter an Überangebot.

Das Gespräch ist ein kleiner Vorgeschmack auf die SO!APART am 18. und 19. November in Berlin. IMMOBILÈROS ist Medienpartner und ich bin gespannt, wie die Branche diese Verschiebungen selbst einordnet: wie viel Flexibilität das Produkt wirklich verträgt, wo die Grenzen liegen und was vom ursprünglich so geschätzten Gastgebertum am Ende bleibt.

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Der Partner des heutigen Podcasts ist die JUNiCKE Gruppe:

Julius und Jobst Junicke investieren in Hallen. Konkret bedeutet das: Logistik und Unternehmensimmobilien in wachstumsstarken Regionen, von Hamburg bis Leipzig und von Berlin bis Kassel. Julius und Jobst Junicke führen das Familienunternehmen mit kurzen Entscheidungswegen, unternehmerischem Denken und einem klaren Fokus auf Verantwortung. Wer dort arbeitet, übernimmt früh eigene Aufgaben, gestaltet aktiv mit und erhält Einblicke, die weit über klassische Unternehmensstrukturen hinausgehen.

Die beiden Unternehmer suchen Menschen, die anpacken, Verantwortung übernehmen und gemeinsam etwas bewegen wollen. Mehr über die JUNiCKE Gruppe und Karrieremöglichkeiten gibt es auf der Homepage. Julius und Jobst freuen sich über Bewerbungen.

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